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Handschutz Mit Köpfchen

Das wichtigste Werkzeug des Handwerkers sind seine Hände. Doch sie sind auch der gefährdeste Körperteil. Fast 35 Prozent der Arbeitsunfälle in Deutschland betreffen die Hände. Und Hautkrankheiten – vor allem der Hände – führen seit Jahren die Statistik der Berufskrankheiten an. Ein neues Portal zeigt, wie Handwerker sich am besten dagegen schützen.

Welche Handschuhe sind die besten für die Arbeit, wann muss man sie tragen, wann darf man sie nicht tragen? Der Überblick über die Palette der Möglichkeiten zum Hand- und Hautschutz fällt schwer. Aber er ist nötiger denn je, zeigt die Statistik:

  • 270.000 meldepflichtige Unfälle mit Handverletzungen registrierte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) 2016
  • Hautkrankheiten sind der häufigste Grund für eine Anzeige auf Verdacht einer Berufskrankheit, nach Angaben der DGUV treten sie zu rund 90 Prozent an den Händen auf
  • nicht selten sind gerade die Handschuhe, die dem Schutz der Hände dienen sollten, Auslöser von Unfällen oder Krankheiten

FEUCHTARBEIT NICHT NUR MIT WASSER

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Wer regelmäßig mehr als zwei Stunden pro Tag mit den Händen in feuchtem Milieu arbeitet oder die Hände häufig und intensiv reinigen muss, gilt als Feuchtarbeiter.

Ebenfalls empfindlich reagiert die Haut auf Konservierungs- und Desinfektionsmittel, Haarfärbe- oder Reinigungsmittel, Kühlschmierstoffe, Chromate in Zement, Nickel, Naturkautschuk und Produkte wie Epoxidharze. Auch raue Materialien oder Stäube können die Haut reizen. 

Hierbei ist es wichtig, auch auf eine schonende aber zudem intensive Hautpflege zu achten.

Handschuhe können vor reizenden Stoffen schützen, aber nur, wenn sie entsprechend der Gefährdung gewählt werden. Nur unbeschädigte, innen saubere und trockene Handschuhe bieten Schutz und auch nur dann, wenn die Hände vorher sauber und trocken sind. Wie Unternehmer die Gefährdungen korrekt beurteilen, zeigt die BG ETEM.

Handschuhe richtig ausziehen

Wer unter dem Handschuh zu schwitzen beginnt, sollte ihn wechseln oder dünne Baumwollunterzieh-Handschuhe tragen. Auch sie müssen nach der Benutzung trocknen.

Jeder Handschuh darf nur so lange getragen werden, wie es die offizielle Tragedauer vorsieht: Einmalhandschuhe also genau einmal, Chemikalienhandschuhe so, wie angegeben. Vor dem Anziehen sollte der Benutzer prüfen, ob der Handschuh noch dicht ist und die Stulpe umschlagen, damit keine Flüssigkeit eindringen können.

Vor dem Ausziehen sollte der Benutzer seine Handschuhe reinigen und dann darauf achten, beim Ausziehen nicht die Außenfläche der Handschuhe zu berühren. bst

 

Quelle: Von Barbara Oberst / Artikel-Auszug aus DeutscheHandwerksZeitung vom 22.06.2018 / deutsche-handwerks-zeitung.de  / Dieser Artikel wurde am 13. August 2018 aktualisiert.

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